Geschichte der BurgEntstehung: Die Datierung der Burg kann nur an Hand der baulichen Gegebenheiten auf die Zeit vom Ende 10. Jahrhundert bis Anfang 11.Jahrhundert geschätzt werden. Sie ist vermutlich eine der vier Burgen die widerrechtlich von den Saarbrücker Grafen errichtet wurde und durch Friedrich I, genannt Barbarossa, 1168 geschleift und danach nicht mehr aufgebaut werden durfte. Mitte des 11.Jahrhunderts Die Burg wurde um diese Zeit mit dem Bergfried und einer Schildmauer verstärkt. 16. Jahrhundert: Die Leininger können bis in dieses Jahrhundert als Besitzer der Burgruine zusammen mit den Grafen von Zweibrücken-Bitsch (Mitbesitzer seit dem 13.Jahrhundert) nachgewiesen werden. Jahr 1570: In diesem Jahr gelangten die Grafen von Hanau-Lichtenberg in den Besitz der Ruine. Jahr 1968: in diesem Jahr wurde vom Burgenverein "Steinenschloss" mit den Freilegungsarbeiten an der Ruine begonnen. Ansonsten sind zur Zeit keine weiteren geschichtlichen Daten über diese Burg vorhanden. Die oben genannten Daten bestehen sowieso schon zum größten Teil aus Vermutungen.
BesonderheitenEin runder Bergfried (Wohnturm) der für diese Gegend sehr selten ist und ein gutes Beispiel für den Burgenbau in der Salierzeit.
LageDie Burg liegt über dem Moosbachtal am Zusammenfluss von Rodalb und Schwarzbach auf einem mäßig hohen Berg in Spornlage.
Beschreibung des baulichen Zustandes
Folgt man von Parkplatz am Fuße des Schlossberges dem mäßig ansteigenden Weg, erreicht man die Burg
an seiner nordwestlichen Ecke. Von hier wenden wir uns Richtung Süden und näheren uns somit dem Eingangstor zur Burg.
Die Toranlage Über eine neuzeitliche Brücke, die auf den selben Widerlager wie sein Vorgänger im frühen Mittelalter erbaut wurde, erreichen wir das rundbogige Eingangstor. Dieses Tor wurde, wie man auch an den Steinen sehen kann erst in jüngster Zeit wieder errichtet. Heute kann davon ausgegangen werden, das dieses Tor durch ein Fallgitter zusätzlich gesichert war. Beim durchschreiten des Tores stoßen wir auf weitere Grundmauern der Toranlage. Rechter Hand kann man die Grundmauern eines Gebäudes erkennen, das sehr wahrscheinlich als Wohnung oder Wachstube des oder der Wächter angesprochen werden kann. Im Zusammenhang mit der Toranlage könnte ich mir auch einen Torturm vorstellen, was aber bei den vorhanden Bauteilen der Burg nur eine Spekulation ist. Südlicher Teil des Burgareal Das südliche Burgareal ist leicht nach Süden abfällig. Die meisten Bauteile in diesem Bereich haben sich noch im Westen erhalten, wie z.B. die Toranlage oder Grundmauern und Keller. Der östliche Bereich ist kaum erschlossen aber vereinzelt kann man auch hier Grundrisse von Gebäuden lokalisieren, die gerade noch unter der Grasdecke hervorschauen. Wieviele Gebäude in diesem Bereich standen und welche Funktion sie hatten müssen durch weitere Grabungen noch festgestellt werden, wenn dies überhaupt noch möglich ist. Nördlicher Teil des Burgareal Dieser Teil des Burgareal ist im Gegensatz zum südlichen Teil Plan und besteht aus felsigen Grund. Hier finden sich auch alle Bestandteile der Kernburg. Da wäre zunächst die Schildmauer. In der Mitte der Schildmauer wurde ein Knick eingearbeitet der den Verteidigern die Möglichkeit zur seitlichen Bestreichung der Ringmauer gab. Direkt dahinter in der Mitte der Schildmauer, steht der Bergfried. Der Turm ragte noch im 19. Jahrhundert hoch auf. Das was Heute noch von ihm steht musste in mühevoller Arbeit wieder neu errichtet werden, da er bis auf die Grundmauern abgebrochen worden ist. Der Turm hat einen inneren Durchmesser von 8,50 Metern (die Mauerstärke beträgt 2,50 Metern) und einen, was in dieser Gegend selten ist, runden Grundriss. Auf Grund seiner Ausmaße wird er auch von einigen Burgenforschern als ein Wohnturm angesprochen. Bei dem baulichen Bestand wird dies wohl niemals mehr festgestellt werden können. Im Nordosten dieses Bereiches haben sich noch die Grundmauern eines repräsentativen Baus erhalten. Er besteht aus drei nebeneinander liegenden Räumen, denen ein Gang vorgelagert ist. Das es sich hier auch um einen Wohnbau handelt beweist der außerhalb der Ringmauer liegende Abortschacht mit Ausflußstelle für die Fäkalien. Für mich läßt sich die Burg auch in Kern und Vorburg unterteilen, wobei ich mir eine Trennung der beiden Burgenteile durch eine hölzerne Verteidigungsanlage gut vorstellen könnte, da der Vorgänger dieser Burg ebenfalls eine Holzburg war. Abschließend ist noch zu bemerken, das die ganze Anlage von einer ca. 1,80 Meter dicken Ringmauer umgeben war. Der richtige Name der Anlage ist Heute nicht mehr bekannt, ein möglicher Name wäre aber Atzenstein.
AnfahrtswegDie Anfahrt erfolgt am besten über die B10 nach Pirmasens. Von Primasens aus folgt man der B270 bis zur Abfahrt Taleischweiler-Fröschen (Bahnhof Pirmasens Nord). Nach ca. 40 Metern rechts ab auf den Parkplatz direkt unter dem Burgberg. Von hier aus einfach dem ausgeschilderten Weg folgen. Nach ca. 5 Minuten mäßigen Anstieg erreichen man die Burg.
ÖffnungszeitenDas ganze Jahr hindurch |