Die Burg von Westen her gesehen, Bild aus dem privaten Fotoarchiv von J. Wegmann

Geschichte der Burg


Entstehung:
Ist nicht einwandfrei geklärt. Die Erbauer könnten die Blumensteiner selbst gewesen sein. Auch gibt es die Vermutung das sie durch die Fleckensteiner erbaut wurde. Nach dem Baubefund könnte die in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts erbaut worden sein.

Jahr 1332:
Wird ein Anselm von Blumenstein in einer Urkunde der Abtei Stürzelbronn erwähnt.

Jahr 1334:
Anselm von Blumenstein liegt in Fehde mit Johann und Ottmann vom Geschlecht der Ochsensteiner.

Jahr 1336:
In diesem Jahr hatte Anselm von Blumenstein eine Fehde mit dem Eckbrechten von Dürkheim.

Jahr 1347:
Aus einer Urkunde geht hervor, dass Heinrich von Fleckenstein einige Jahre zuvor Anselm von Fleckenstein aus seiner Burg vertrieben hat.

Jahr 1350:
Bestätigt der gleichnamige Sohn von Anselm von Blumenstein die Überschreibung der Burg an Heinrich von Fleckenstein.

Jahr 1356:
Wird ein Burgfriedensvertrag zwischen Johannes IV von Tan und Graf Walfram von Zweibrücken geschlossen. Die Dahner Herren besitzen zu dieser Zeit dreiviertel der Burg.

Jahr 1368:
In diesem Jahr übergeben die Fleckensteiner und ein Rudolf von Hohenriet ihre Rechte und Zubehörden an der Burg an die Herren von Tan. Die folgenden 150 Jahre liegt das Schicksal der Burg im dunkeln.

Jahr 1525:
Die Burg wurde wahrscheinlich im Bauernkrieg beschädigt. Wieder aufgebaut wurde sie danach offensichtlich nicht mehr.

Jahr 1570:
Durch Erbschaft und Heirat, gelangten die zweibrücker Anteile der Burg an die Herren von Hanau-Lichtenberg.

Jahr 1701:
Gelangen die Anteile des erloschenen Geschlechtes der Dahner Ritter an das Hochstift von Speyer.

Jahr 1707:
Wird die Burg zumindest zum Teil wieder instand gesetzt und mit einem Torwächter bemannt.

Jahr 1736:
Die Anteile der Hanau-Lichtenberger kommen an den Landgraf von Hessen-Darmstadt.

Ende 18. Jahrhundert:
Die Burg verfällt weiter und wird von umliegenden Dörfern als Steinbruch genutzt.

20. Jahrhundert:
In den 70er Jahren gelangt die Burg an die staatliche Schlösserverwaltung, die an der Ruine umfangreiche Sicherungsmaßnehmen durchführen ließ.


Besonderheiten

Keine.


Lage

Auf einen Felsausläufer zwischen den Orten Schönau und Gebüg.



Beschreibung des baulichen Zustandes

Grundriss der Burg Blumenstein Unterburg

Die Unterburg des Blumenstein erstreckte sich von Westen über Süden nach Norden um den Burgfelsen und war relativ klein und schmal.
Die Burg wird heute über eine Treppe im ehemaligen Halsgraben, durch den Heute ein Waldweg führt, von Westen her betreten.
Im westlichen Teil der Unterburg angelangt, kann man von hieraus die Mantelmauer der Oberburg begutachten. Leider gibt es im kompletten Bereich der Unterburg kaum aufgehendes Mauerwerk. Von der Zugbrücke und dem Torbau der hier gestanden haben muss, konnte ich leider keine Spuren finden.
Nun folgen wir der südlichen Längsseite des Burgfelsen dem schmäleren Teil der Unterburg. Hier stoßen wir auf der Höhe eines ehemaligen Flankierungsturmes auf eine Einkerbung im Fels, die mit einem Holzsteg gedeckt ist. Diese war anscheinend im Mittelalter durch eine kleine Zugbrücke gesichert, die an dieser Stelle leicht zu verteidigen war. Als nächstes folgt eine in Fels gehauene Felskammer deren Funktion mir leider nicht klar ist.
Am Ende der südlichen Längsseite des Burgfelsen gelangen wir in den östlichen Bereich der Unterburg, die dort auch kein aufgehendes Mauerwerk aufzeigt. Der einzigste Anhaltspunkt für eines Bebauung in diesem Teil sind die Balkenlöcher im Kernfelsen selbst, die auf ein angebautes mehrstöckiges Haus schließen lassen.


Oberburg

Vom östlichen Teil er Unterburg kann man über einen schmalen Aufgang in der Südseite des Burgfelsens die Oberburg erreichen. Auch hier gibt es einen Holzsteg der früher einmal eine Zugbrücke gewesen ist. Direkt daneben in den Fels eingearbeitet war eine Wachstube, die auch die Winde der Zugbrücke aufgenommen hat. Folgt man nach der Besichtigung der Felskammer dem Aufgang weiter in Richtung Westen, kommt man in den Bereich der Mantelmauer. Von dieser Mantelmauer bis zur gegenüber liegenden abgearbeiteten Felswand erstreckte sich einmal der mehrstöckiger Palas, von dem Heute leider sehr wenig aufgehendes Mauerwerk vorhanden ist.
Von der Nordostecke des ehemaligen Palas führt eine Treppe auf eine höher gelegene Terrasse des Kernfelsen. Die Stufen sind hier in den Fels gehauen und Balkenlöcher weisen in diesem Bereich auch auf ein Bebauung hin. Auf der obersten Plattform des Felsens angelangt kann man einen noch gut erhaltene Zisterne (oder ein verschütteter Brunnen) besichtigen, der in der heutigen Zeit immer noch das Wasser darin hält.
Der restl. Teil des Felsen kann leider nicht besichtigt werden da er nicht zugänglich ist. Aber nach Aussagen aus früheren Zeiten war dieser Teil des Felsens auch bebaut. Um hier mehr Aufschluss über die Bebauung zu bekommen, müsste erst der Schutt in diesem Bereich entfernt werden.
Zum Abschluss ist zu bemerken, das sich keine wesentlichen Bauwerke auf der Burg erhalten haben. Aber der Ausblick auf den südlichen Wasgau von der obersten Plattform des Burgfelsens entschädigt den Besucher auf jeden Fall für den Aufstieg zur Burg.


Anfahrtsweg

Aus der Richtung Rumbach kommend, in der Dorfmitte von Schönau rechts abbiegen in Richtung Petersbächel. Nach den verlassen der Ortschaft Schönau (nach ca. 1-1,5 Km) am ersten Parkplatz an der linken Seite anhalten. Dort findet man eine Übersichtstafel mit verschiedenen Wanderwegen. Am besten folgt man der Route 1, die nach ca. einem Kilometer zur Burg selbst führt.


Öffnungszeiten

Das ganze Jahr hindurch.

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