Die Burg von Norden her gesehen, Bild aus dem privaten Fotoarchiv von J. Wegmann

Geschichte der Burg


Entstehung:
Vermutlich um das Jahr 1152 während der Regierungszeit von Friedrich I. Barbarossa.

Jahr 1184:
Ab diesem Jahr kann das Geschlecht der Beilsteiner, ein Merbodo von Beilstein, nachgewiesen werden.

Jahr 1212:
Zu diesem Zeitpunkt siegelt Merbodo von Beilstein und sein Bruder Wernher von Wartenberg als Zeugen im "Wilensteiner Verzicht". Dies lässt auf enge verwandtschaftliche Beziehungen zu den benachbarten Wartenberger schießen.

Jahr 1234:
Die Burg wird erstmals urkundlich erwähnt. In dieser Urkunde erlaubt König Heinrich VII. den Wiederaufbau der Burg.

1. Hälfte des 15. Jahrhunderts
Wird die Burg zerstört und nicht wieder aufgebaut.

Jahr 1464:
Mit dem Tot des letzten männlichen Mitglied der Reichsministerialenfamilie, Hans von Beilenstein, scheint in diesem Jahr das Geschlecht der Beilsteiner erloschenen zu sein.

Jahr 1655:
Gelangt die Ruine in den Besitzt der Kurpfalz, von dort 1816 in die Hände Bayerns.

20. Jahrhundert:
In den 60er Jahren gelangt die Burg an die staatliche Schlösserverwaltung, die an der Ruine Sicherungsmaßnehmen durchführen ließ.


Besonderheiten

Keine.


Lage

Auf einem niedrigen Bergkegel östlich von Kaiserslautern den die kleine Anlage komplett einnimmt.



Beschreibung des baulichen Zustandes

Grundriss der Burg Beilstein Vorwerk

Man betritt die kleine Burganlage über das Vorwerk das den östliche der beiden Felsen vermutlich komplett einnahm. Vom Vorwerk der kleinen Anlagen haben sich nur geringe Reste, wie z.B. Abarbeitungen im Fels oder eine Treppe, erhalten. Wie dieses Vorwerk einmal ausgesehen hat konnte ich aus den geringen Resten leider nicht bestimmen.


Hauptburg

Über den Halsgraben der heute von einer hölzernen Brücke überspannt wird, erreicht man die Unterburg der Anlage. Ich gehe davon aus, dass an Stelle der hölzernen Brücke dort eine Zugbrücke mit Burgtor zu finden gewesen war.
Die Unterburg umschließt die Oberburg rundherum. Die Unterburg kann in zwei Bereiche unterteilt werden. Diese Unterteilung kann ungefähr in der Mitte der Unterburg durch Mauern mit Portalresten in einen östlichen und westlichen Teil vorgenommen werden. Der östliche Teil wird von mir als kleine Vorburg angesprochen und der westliche Teil als die eigentliche Unterburg. Im westlichen Teil der Unterburg lassen Balkenlöcher am Kernfelsen der Oberburg belegen, dass hier ein oder mehrere Gebäude angelehnt waren. In wieweit eine Bebauung in der Vorburg vorhanden war konnte ich nicht feststellen, da die geringe Höhe der Ringmauer und der Fundamentreste dies nicht zuließen.


Kernburg

Die Kernburg auf der Felsnadel bestand sehr wahrscheinlich nur aus einen 5-eckigen Bergfried (vielleicht auch ein Wohnturm), da für eine weitere Bebauung auf der Felsnadel kein Platz war.


Weitere Baulichkeiten

Die Anlage wurde im Westen zusätzlich durch einen halbkreisförmigen Graben geschützt. Weiterhin lassen sich im Gelände noch einige Mauerspuren ausfindig machen die auf weitere Zwingermauern oder andere Gebäude schließen lassen.
Abschließend ist zu bemerken, dass es sich bei dieser Burg um ein kleine Anlage handelt die sehr wahrscheinlich zum Schutz der nahe gelegenen Pfalz in Kaiserslautern angelegt wurde. Ein Besuch der Anlage lohnt auf jeden Fall.


Anfahrtsweg

Von Hochspeyer auf der B37 Richtung Kaiserslautern fahren. Nach kurzer Zeit erscheint linker Hand der Parkplatz. Von dort bitte der Beschilderung folgen. Die Burg wird nach ca. 10 Gehminuten erreicht.


Öffnungszeiten

Das ganze Jahr hindurch.

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