Die Burg von Südwesten her gesehen, Bild aus dem privaten Fotoarchiv von J. Wegmann

Geschichte der Burg


Entstehung:
Um 1280 soll Friedrich III. von Leiningen die Burg erbaut haben. Einige Leininger benannten sich auch nach der Burg, so wie 1359 Dytzo von Battenberg.

Jahr 1309:
Nach einer Teilung fällte die Burg an die Leininger-Hardenburg-Linie, die die Burg zu dieser Zeit als Amtssitz nutzt.

Jahr 1623:
Erste ausdrückliche Erwähnung der Burg.

Jahr 1689:
Die Burg wird im Pfälzischen Erbfolgekrieg zerstört.

Jahr 1693:
Am 22. Mai diesen Jahres verfolgt Friedrich Emich von Leiningen zusammen mit General Melac und Marschall Tellart die Niederbrennung Heidelbergs vom Burgberg aus.

Jahr 1747:
Zusammen mit Schloß Kleinbockenheim diente die Burg noch bis zu diesem Jahr den Leiningern als Amtssitz.

Jahr 1794:
Besiegt der spätere Marschall Blücher in der nähe der Burg einen französische Einheit.

Jahr 1988:
Wurde in der Ruine ein Gutsausschank integriert.


Besonderheiten

Keine.


Lage

Auf einer Bergzunge östlich des gleichnamigen Dorfes.



Beschreibung des baulichen Zustandes

Grundriss der Burg Battenberg Bautechnisch ist auf der Anlage relativ wenig zu sehen, da diese bis jetzt kaum erforscht wurde. Das Burgareal von einer Ausdehnung ca. 80 x 60 Meter wurde durch eine 1 Meter starke Ringmauer umgeben. Sie ist nur stärker an beiden Seiten des Torturmes aufgeführt, was hier auf einen eventuell vorhandene Schildmauer schießen lässt die die dahinter stehenden Gebäude zu decken hatte. Die dicke der restlichen Ringmauer lässt auf keine große Wehrhaftigkeit der Anlage schließen.

Der Halsgraben war der westlichen Seite der Burg vorgelagert. Dieser ist mittlerweile vollkommen zugeschüttet und für heutige Betrachter nicht mehr sichtbar.
Der Zugang zur Burg erfolgte über einen Torturm in der nordwestlichen Ecke der Anlage. Von diesem Torturm hat sich das tonnengewölbte Erdgeschoss erhalten. Die seitlichen Mauern des Torturmes waren vor die eigentliche Ringmauer gezogen. Seitlich in der Neuzeit angebrachten Fenster und Türen in den Mauern lassen auf Schießscharten schließen, die ein bestreichen der Ringmauer in südliche und nördliche Richtung ermöglichten. Vermutlich war das Tor mit Fallgitter und Zugbrücke gesichert, was aber aufgrund des geringen Baubestandes und neuzeitlicher Panierarbeiten wohl nicht mehr nachgewiesen werden kann. Dies gilt auch für die Anzahl der Stockwerke des Torturmes.
Im Bereich des Torturmes befindet sich auch die neuzeitliche Schenke die, wie es scheint, auf ehemaligen Grundmauern eines älteren Gebäudes erreichtet wurde.

Durch einen Durchbruch durch die Ringmauer im südlichen Teil der dem Burggraben nachgelagerten Mauer kann man auch die restlichen Teile der Anlage im Osten und Süden erkunden.
Hierbei ist in der südwestlichen Ecke des Areals ein in den Fels gehauener Keller eines vermutlich ehemaligen Turmes an dieser Stelle zu erahnen, da dieser total überwuchert ist.
Im Süden steht noch das untere Geschoss einen sechseckigen Flankierungsturmes, der vor die Ringmauer spring damit dieser wie der vorher schon erwähnte Torturm die Ringmauer seitlich bestreichen konnte.
An der Ostseite des Beringes stößt man auf ein Wohngebäude dessen Erdgeschoss sich noch erhalten hat. Das es sich hier um ein Wohngebäude gehandelt hat lässt sich an Hand des nach Westen vorspringende fünfeckigen Treppenturmes vermuten. Turm und Gebäude werden vermutlich 3-4 Stockwerke besessen haben.
In der Nordmauer des Beringes deuten vermauerte Fenster auf weitere Gebäude hin. Welchem Zweck sie dienten kann zur jetzigen Zeit niemand sagen.

Auf dem Burgareal selbst sind keine Baureste mehr zu erkennen.

Mein Resümee
Meiner Meinung nach wäre es angebracht eine Erschließung des Geländes vorzunehmen um vielleicht weitere Einzelheiten über die einzelnen Baulichkeiten zu erhalten und somit endlich einen Aufschuß über das wirkliche alter der Burg zu erhalten. Andererseits ist es aber fraglich ob überhaupt noch viel Verwertbares zutage kommt, da nach vielen Umbauten und Änderungen der letzen beiden Jahrhunderte wohl viel von der vorhanden Substanz verloren gegangen sein wird.

Anfahrtsweg

Man folgt von Bad Dürkheim aus der B37 bis zur Einmündung in die L517 (Richtung Neu Leiningen). Nach ca. 8 km der Einmündung in die Kreisstraße 80 nach Battenberg folgen. Am Ortseingang auf der rechten Seite führt ein Weg (ist auch beschildert) durch Weinberge zur Burg.


Öffnungszeiten

Das ganze Jahr hindurch.

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